Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerten sich die kalenderbereinigten Auftragseingänge in jeweiligen Preisen um 25 Prozent. Die baugewerblichen Umsätze lagen hingegen um 29 Prozent über dem Niveau von Januar 2024.
Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber
Der Hochbau und der Tiefbau entwickelten sich im Januar gegenläufig. Im Hochbau gingen 31 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat. Im öffentlichen Hochbau, der Aufträge von Körperschaften des öffentlichen Rechts und Organisationen ohne Erwerbszweck umfasst, sank das Ordervolumen um 31 Prozent und auch der gewerbliche Hochbau verzeichnete ein deutliches Minus. Der Wohnungsbau erhielt 3,5 Prozent mehr Aufträge als im Dezember 2024. Im Tiefbau stieg die Nachfrage um 30 Prozent. Zwei der drei Teilbereiche verbuchten kräftige Zuwächse. Die Bestellungen im sonstigen öffentlichen Tiefbau nahmen um 59 Prozent zu und im gewerblichen Tiefbau erhöhten sich die Auftragseingänge um 45 Prozent. Nur der Straßenbau musste Einbußen verkraften (minus 2,7 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Nachfrage im Hochbau stark zurück; kalenderbereinigt lag sie im Januar 2025 um 52 Prozent unter dem Niveau von Januar 2024. Im Tiefbau stieg das Ordervolumen um 9,1 Prozent.
Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber
Die baugewerblichen Umsätze nahmen im ersten Monat des Jahres kräftig zu. Kalender- und saisonbereinigt wuchsen sie gegenüber Dezember 2024 um 27 Prozent. Dazu trug sowohl der Hochbau als auch der Tiefbau bei. Im Hochbau stiegen die Erlöse um 38 Prozent. Alle drei Teilbereiche verzeichneten Zuwächse. Im gewerblichen Hochbau legten die Umsätze mit plus 57 Prozent am stärksten zu. Aber auch im Wohnungsbau und im öffentlichen Hochbau liefen die Geschäfte besser als im Vormonat (plus 22 bzw. plus 9,3 Prozent). Der Tiefbau steigerte seine Umsätze um 18 Prozent; das ist auf höhere Erlöse im gewerblichen Tiefbau (plus 38 Prozent) und im Straßenbau (plus 21 Prozent) zurückzuführen. Weniger Umsatz als im Vormonat erzielte der sonstige öffentliche Tiefbau (minus 4,7 Prozent).
Gegenüber Januar 2024 stiegen die Erlöse sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau. Im Hochbau lagen die kalenderbereinigten Umsätze um 34 Prozent und im Tiefbau um 24 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Methodische Hinweise
Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die kalenderbereinigten Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen
Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)