Veränderungen gegenüber März 2024
Die Energiepreise haben weiterhin einen dämpfenden Einfluss auf die Preisentwicklung. Sie lagen im März vier Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Dabei schlug insbesondere der starke Preisrückgang bei Heizöl (einschließlich Betriebskosten) zu Buche (minus 8,4 Prozent). Strom und Kraftstoffe verbilligten sich ebenfalls deutlich (minus 5,5 Prozent bzw. minus fünf Prozent). Wesentlich schwächer fielen die Preissenkungen bei Gas (einschließlich Betriebskosten) aus (minus 0,4 Prozent). Die Preise für feste Brennstoffe erhöhten sich dagegen binnen Jahresfrist um 8,5 Prozent. Fernwärme wurde um 1,5 Prozent teurer angeboten.
Nahrungsmittel verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 2,5 Prozent. Besonders kräftig fielen die Preiserhöhungen bei Speisefetten und Speiseölen aus (plus elf Prozent). So mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher wesentlich mehr für Butter bezahlen als vor einem Jahr (plus 22,9 Prozent). Aber auch für Obst und Gemüse griffen die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche als im März 2024 (plus 4,2 Prozent bzw. plus 4,1 Prozent). Nur Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat billiger (minus 0,9 Prozent).
Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, war im März ebenfalls rückläufig. Sie belief sich im März auf plus 2,6 Prozent nach plus 2,9 Prozent im Februar.
Deutliche Unterschiede gab es bei der Entwicklung der Preise für Waren und für Dienstleistungen: Während sich Waren innerhalb eines Jahres nur um 0,9 Prozent verteuerten, legten die Preise für Dienstleistungen um 3,3 Prozent zu.
In fast allen zwölf Abteilungen des Verbraucherpreisindex war das Preisniveau im März 2025 höher als im Vorjahresmonat. Der stärkste Anstieg war mit plus 5,3 Prozent im Bereich „Andere Waren und Dienstleistungen“ zu verzeichnen. Zu dieser Abteilung zählen unter anderem Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich „Körperpflege“, Dienstleistungen sozialer Einrichtungen sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Merkliche Preiserhöhungen gab es zudem bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 3,5 Prozent). Die niedrigsten Preiszuwächse wurden für Waren und Dienstleistungen aus der Abteilung „Verkehr“ errechnet (plus 0,6 Prozent). Im Bereich „Post und Telekommunikation“ lagen die Preise unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 1,1 Prozent).
Veränderungen gegenüber Februar 2025
Im Vergleich zum Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent. Die größten Preissteigerungen wurden bei Bekleidung und Schuhen beobachtet (plus 3,8 Prozent). An zweiter Stelle folgte die Abteilung „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (plus 0,8 Prozent). Rückläufig entwickelten sich die Preise in den Abteilungen „Verkehr“ sowie „Post und Telekommunikation“ (minus 0,7 Prozent bzw. minus 0,2 Prozent). Im Bildungswesen waren die Preise im Vergleich zum Vormonat konstant.
Methodische Hinweise
Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in elf rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 23 Preisermittelnde im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preise von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenanntes Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. In dieser Pressemitteilung wird die Veränderung des Gesamtindexes ohne Nahrungsmittel und Energie als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat März 2025 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 4. April 2025 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.
Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)