Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist weiter rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank sie um knapp ein Prozent, gegenüber 2010 betrug der Rückgang gut sieben Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche veränderte sich gegenüber dem Jahr 2010 aber kaum. Die durchschnittlich je Betrieb genutzte Fläche stieg daher seit 2010 um drei auf 37 Hektar.
Die ökologische Bewirtschaftungsweise gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gut 1.000 Betriebe (5,2 Prozent) wirtschafteten nach ökologischen Grundsätzen, 22 Prozent mehr als 2010. Sie verfügten insgesamt über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 47.300 Hektar. Der größte Teil dieser Fläche (45.300 Hektar) ist auf eine ökologische Bewirtschaftung umgestellt bzw. befindet sich in der Umstellung. Das sind 6,4 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Im Jahr 2010 betrug dieser Anteil 5,1 Prozent. Mit durchschnittlich knapp 47 Hektar sind die Öko-Betriebe deutlich größer als die konventionell wirtschaftenden Betriebe.
Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden fast 7.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet. Regionalisierte Ergebnisse liegen für das Jahr 2010 vor.
Als Öko-Betriebe wurden alle landwirtschaftlichen Betriebe gezählt, die die oben genannten Erhebungsgrenzen überschreiten und ganz oder teilweise nach den Grundsätzen der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen ( ABl. L189 vom 20.7.2007, S. 1 ) produzieren.
Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)