Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten im Februar einen Rückgang der Bestellungen. Die Hersteller von Investitionsgütern erhielten 7,7 Prozent und die Produzenten von Konsumgütern 6,6 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern verringerte sich um 2,7 Prozent.
Von den drei umsatzstärksten Industriebranchen mussten besonders die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen Einbußen hinnehmen. Nach einem kräftigen Anstieg im Januar sank das Ordervolumen im Februar um elf Prozent. Damit trug die gemessen am Umsatz drittgrößte Branche erheblich zum Minus in der Investitionsgüterindustrie bei. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört und der die zweitgrößte Branche ist, blieben die Bestellungen nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent). Die Auftragseingänge der Chemieindustrie schrumpften um 1,9 Prozent. Die Hersteller chemischer Erzeugnisse bilden in Rheinland-Pfalz die mit Abstand umsatzstärkste Industriebranche und prägen die Entwicklung in der Vorleistungsgüterindustrie.
Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Auftragseingänge in der rheinland-pfälzischen Industrie im Februar 2025 niedriger aus. Preis- und kalenderbereinigt lagen die Bestellungen um 0,7 Prozent unter dem Niveau von Februar 2024. Zurückzuführen war dies auf das gedämpfte Auslandsgeschäft (minus 1,1 Prozent). Die Inlandsnachfrage blieb nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent). Es wurden weniger Investitionsgüter und weniger Vorleistungsgüter geordert als im Vorjahresmonat (minus 1,1 bzw. minus 0,8 Prozent). Die Konsumgüterindustrie verzeichnete hingegen einen Anstieg des Ordervolumens um zwei Prozent. Die drei umsatzstärksten Branchen entwickelten sich uneinheitlich. Die Chemieindustrie und der Maschinenbau mussten Einbußen hinnehmen, während die Bestellungen in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie wuchsen.
Methodische Hinweise
Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Industrie insgesamt sowie in ausgewählten Industriebranchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen
Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)